Was bedeutet eigentlich ....

Haartransplantation?


Nicht bei jedem Haarausfall ist eine Haarverpflanzung (Haartransplantation) zu empfehlen. Bei einer gesundheitlichen Störung, bei der Haarausfall nur als Syptom auftritt oder nach dem Einsatz von Medikamenten wachsen die Haare oft wieder von alleine.

Z.B. hormonbedingter Haarausfall beim Mann (Alopecia androgenetica male pattern) kann eine Haartransplantation aber sinnvoll machen. Andere Bereiche können Einsatzmöglichkeiten bei Frauen mit androgenetischer Alopezie, bei einer Auffüllung nach einem Face Lift oder nach Verbrennungen bei einem Unfall sein.

Bei einer Haartransplantation werden aus den Haaren des Hinterkopf einzelne oder Gruppen von Haaren entnommen ("ausgestanzt)" und an den gewünschten Stellen des Kopfes wieder eingesetzt. Die Haare des Hinterkopfs haben genetisch eine etwas andere Struktur und sind z.B. gegen hormonell bedingten Haarausfall normalerweise "immun". Andere Körperhaare (wie z.B. Gesichtshaare) haben eine andere Struktur und können nicht für die Haarverpflanzung genutzt werden. Die Verpflanzung von Haaren anderer Menschen ist nicht möglich, da das Immunsystem diese als Fremdkörper wieder abstoßen würde.

In der aesthetischen Chirurgie sind unterschiedliche Methoden der Haarverpflanzung erprobt:

Die Hautinsel-Verpflanzung, bei der Hautinseln mit Haarwurzeln aus der Hinterkopfhaut entnommen werden und in Bereiche der haarlosen Kopfhaut wieder eingesetzt werden.

Bei den "Minigrafts" bzw. "Micrografts" wird ein ganzer Hautstreifen aus dem Hinterkopfbereich entnommen und dieser in kleinste Transplantate aufgeteilt um in die Haarlose Kopfhaut wieder eingesetzt zu werden. Man spricht bei 3-5 Haaren pro tranplantat von Minigrafts, bei 1-2 Haaren von Micrografts.

Die Verpflanzung von Kunsthaar scheint nach derzeitigen medizinischen Ansichten auf keinen Fall empfehlenswert zu sein.