Was bedeutet eigentlich ....

Gynäkomastie?


Unter einer Gynäkomastie versteht man eine Vergrößerung der Brust beim Mann, wobei es jedoch zwei Formen zu unterscheiden gilt.

Bei der ersten, der echten Gynäkomastie, kommt es aufgrund von Veränderungen im Hormonhaushalt zu einer Vergrößerung der Brust beziehungsweise des Brustdrüsengewebes, wobei die zweite Form der Gynäkomastie, die so genannte falsche Gynäkomastie, meist aufgrund von Übergewicht, also durch übermäßige Fetteinlagerung, hervor gerufen wird.

Des weiteren kann die Gynäkomastie einseitig wie auch beidseitig auftreten, wobei die einseitige Gynäkomastie mitunter auch das Risiko auf ein Mammakarzinom (Brustkrebs) birgt.

Aber wie kommt es zu der Brustvergrößerung? Die Gynäkomastie an sich ist keine eigenständige Krankheit, sondern viel mehr ein Symptom anderer Erkrankungen. Ein Beispiel für eine physiologische Erkrankung wäre die Neugeborenengynäkomastie (diese wird aufgrund der weiblichen Hormone ausgelöst, welche über die Plazenta zum Kind gelangen). Beispiele für pathologische Erkrankungen wäre eine chronische Erkrankung wie in etwa Leberzirrhose, Alkoholmissbrauch und Niereninsuffizienz. Auch durch Medikamente kann eine Gynäkomastie hervorgerufen werden, nämlich wenn der Patient zum Beispiel Antidepressiva und Psychopharmaka zu sich nimmt.

Die Diagnostik erfolgt mittels Erfragung der Krankengeschichte, sowie dem einnehmen von Medikamenten und eventuell bestehender Lebererkrankung. Des weiteren wird eine Blutentnahme zur Bestimmung des Hormonhaushaltes und der Leberwerte veranlasst. Des weiteren folgen eine Ultraschalluntersuchung, eventuell auch eine Mammographie, um den Brustkrebsverdacht auszuräumen. Außerdem gehören das Lungeröntgen und auch ein Oberbauchultraschall zur Routinediagnostik.

Eine Brustvergrößerung beim Mann geht sehr häufig mit psychischen Problemen aufgrund der Äußerlichkeiten einher, was bedeutet, dass Abhilfe geschaffen werden muss.

Bei einer echten Gynäkomastie steht nicht immer die operative Therapie im Vordergrund, denn zunächst wird eine Rückbildung der Gynäkomastie mittels einer Hormontherapie angestrebt. Nicht immer bringt dies allerdings den gewünschten Effekt, so dass schließlich doch ein operativer Eingriff von Nöten ist. In diesem Fall wird jedoch nicht die gesamte Brust amputiert, sondern lediglich ein kleiner Schnitt um den Brustwarzenvorhof gemacht, um so das überschüssige Fettgewebe zu entfernen.